logo Donnerstag, 23.01.2014
Über die NordArt

Infomaterial


NordArt 2017

NordArt 2017: 10. Juni bis 8. Oktober 2017
Öffentliche Eröffnungsfeier am 10. Juni, 17 Uhr
Einlass und Catering im Skulpturenpark ab 15 Uhr, die Hallen sind geöffnet von 18 bis 20 Uhr
Eintritt am 10. Juni 2017 ist frei
Öffnungszeiten: Di–So 11–19 Uhr
Besucherinfo
Künstlerliste der NordArt
Katalog: Zur NordArt erscheint ein deutsch-englischsprachiger Katalog


Bereits zum 19. Mal lädt die NordArt dazu ein, sich von den Bildern und Skulpturen, Fotografien und Installationen von ausgewählten Künstlern aus aller Welt begeistern, verzaubern und erstaunen zu lassen. Die NordArt ist eine der größten jährlich stattfindenden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa. Chefkurator Wolfgang Gramm verspricht auch für 2017 viele überraschende Momente in der historischen Eisengießerei und dem großzügigen Skulpturenpark.

Jahr für Jahr definiert sich die Ausstellung neu und setzt andere Schwerpunkte. Im Zusammenspiel mit der imposanten Kulisse der historischen Eisengießerei entwickeln die Exponate von rund 250 Künstlern aus aller Welt eine ganz eigene Atmosphäre und führen die Besucher auf eine unvergleichliche Weltreise durch die Kunst.
Wolfgang Gramm: „Die NordArt ist lebendig. Sie versteht sich als Refugium und Inspirationsquelle für Künstler aus aller Welt – das gilt für international renommierte ebenso wie für Newcomer. Die NordArt hat sich der Aufgabe verschrieben, das gegenseitige Verstehen durch die Sprache der Kunst zu fördern. Das Publikum staunt jedes Jahr über fremde Erzähltraditionen, stellt aber auch verblüfft fest, wie viele gemeinsame Erfahrungen Menschen teilen, obwohl sie tausende Kilometer voneinander entfernt leben.“

LÄNDERFOKUS der NordArt 2017: DÄNEMARK • „Drei Generationen der Historizität“
Seit einigen Jahren stellt die NordArt ein Land mit eigenem Pavillon in den Fokus und kooperiert mit Botschaften, Kulturinstitutionen und Kuratoren der jeweiligen Länder. Nach den Schwerpunkten China, Baltische Staaten, Russland, Mongolei und Israel geht der Blick in diesem Jahr zu unserem allernächsten Nachbarn – nach Dänemark.
Kuratorin Jette Gejl (Aarhus) hat sich bei der Auswahl der Künstler an der dänischen Besonderheit der Künstler-Kollektive orientiert und präsentiert Arbeiten von 21 Künstlern aus drei Generationen, die sich zwar ganz unterschiedlichen Themen widmen, ihre Gemeinsamkeit aber aus der künstlerischen Annäherung an die Thematik und dem Umgang mit den Materialien beziehen.
Jette Gejl: „Ich bin von dieser historischen Verwandtschaft inspiriert worden, in der Künstler über Generationen hinweg aus einer ähnlichen Absicht heraus zusammenzuarbeiten scheinen, und zwar nicht nur, indem sie sich gegenseitig auf die Schultern heben, sondern einander begeistern und herausfordern, oder unabhängig voneinander den gleichen Ton des Zeitgeistes anschlagen. Die Künstler im dänischen Pavillon auf der NordArt 2017 repräsentieren eine große Bandbreite von Generationen, Medien, Genres und geografischen Zugehörigkeiten.“
Die Schirmherrschaft für den Dänischen Pavillon hat S.E. Friis Arne Petersen, Botschafter des Königreichs Dänemark, übernommen.

FOKUS-KÜNSTLER der NordArt 2017: David Černý
David Černý erhielt 2016 den mit 10.000 Euro dotierten, von Hans-Julius und Johanna Ahlmann gestifteten NordArt-Preis. Černý, der unter anderem den goldenen, vierbeinigen Trabi in der Deutschen Botschaft in Prag schuf, ist einer der bekanntesten zeitgenössischen tschechischen Künstler, und er ist ein höchst umtriebiger Weltbürger, der, wo immer er sich aufhält, genau hinsieht, mit seinen Arbeiten bewusst provoziert und höchst ergiebige Debatten anstößt. 2004 war Černý zum ersten Mal auf der NordArt vertreten: mit zwei überdimensionalen Babys, die auch den Prager Fernsehturm emporkrabbeln.

SONDERPROJEKTE aus CHINA
Die langjährige Kooperation mit der chinesischen Botschaft in Berlin und chinesischen Kulturinstitutionen – und die engen Kontakte zur chinesischen Kunstszene – haben schon viele spektakuläre Auftritte chinesischer Künstler in der NordArt ermöglicht. Zum 45. Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und China ist erneut ein größerer Raum Kunst aus China gewidmet.
Kooperationspartner: Chinesisches Kulturministerium; Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland; Volkswagen AG; Xu Bing Studio; Culture, Sports and Tourism Administration of Shenzhen Municipality; Shenzhen Shangqi Cultural Diffusion Co., Ltd

PHOENIX von XU Bing
Diesjähriges Highlight ist die spektakuläre Installation „Phoenix“ des weltweit bekannten Konzeptkünstlers XU Bing. Nach Stationen in Peking, Shanghai, New York und auf der Biennale in Venedig sind die beiden mächtigen Skulpturen jetzt in Büdelsdorf zu sehen. Jeweils 30 Meter lang, acht Tonnen schwer – und doch scheinen die beiden Phönixe, die von alters her und in verschiedenen Kulturen für Ruhm und Schönheit stehen, mit großer Leichtigkeit durch die Hallenschiffe der Carlshütte zu fliegen.

WORLD BY WORLD
China – Wirtschaftswunderland: Die Ausstellung „World by World“ verdeutlicht am Beispiel der Stadt Shenzhen, wie der wirtschaftliche Aufschwung den Lebensrhythmus und auch die Kunst beeinflusst hat. 21 Künstler aus Shenzhen zeigen Bilder, Skulpturen, Installationen und Fotografien – ausgewählt von Kurator Yang Yong und unterstützt durch die Stadt Shenzhen.

Weitere Künstler aus China
In Kooperation mit der Luxun Academy of Fine Arts (LAFA) stellen LI Xiangqun, Bildhauer und Präsident der LAFA, sowie WANG Yigang, Maler und Direktor des LAFA Museums, aus.
Ein Wiedersehen gibt es mit LIU Ruowang (Publikumspreis 2016), LIU Yonggang (NordArt-Preis 2015) und LV Shun (Publikumspreis 2015) sowie weiteren chinesischen Künstlern.

Sonderprojekt aus CHILE
In Kooperation mit der Botschaft Republik Chile in Deutschland wird eine Künstlergruppe von zwölf jungen Künstlerinnen präsentiert.

NordArt im KUNSTWERK CARLSHÜTTE
Gastgeber im Kunstwerk Carlshütte ist das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann.
Das Kunstwerk Carlshütte ist eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg.
Der Mittelpunkt ist die seit 1999 jährlich in den Sommermonaten stattfindende NordArt mit rund 250 ausgewählten Künstlern aus aller Welt. Ihre Bühne sind die gewaltigen Hallenschiffe der historischen Eisengießerei mit ihren 22.000 Quadratmetern Grundfläche und ein 80.000 Quadratmeter großer Skulpturenpark.

SCHLESWIG-HOLSTEIN MUSIK FESTIVAL
Seit 2011 ist das Kunstwerk Carlshütte auch Heimat für die internationale Orchesterakademie des Schleswig-Holstein Musik Festivals. Die ACO Thormannhalle wurde eigens dafür zu einem Proben- und Konzertraum mit Platz für 1200 Zuhörer umgebaut. NordArt und Festival sind aber nicht nur gute Nachbarn, die beide das weltweite Netzwerk von Künstlern pflegen, sie treiben auch das Crossover von Bildender Kunst und Musik voran – in diesem Jahr mit 17 Konzerten auf dem Gelände des Kunstwerks Carlshütte. Nach der überaus erfolgreichen SHMF-Premiere mitten in der NordArt 2015 mit dem Perkussionisten Martin Grubinger und „The Big Seasons“ 2016 mit Klaus Maria Brandauer, kommt in diesem Jahr die Orgelkraftmaschine mit Cameron Carpenter zur NordArt.

NordArt–SYMPOSIUM
Die Welt miteinander ins Gespräch zu bringen, Erfahrungen weiterzugeben und auszutauschen, ist auch die Grundidee des jährlichen NordArt-Symposiums. Im Vorfeld der NordArt schaffen in der Carlshütte Künstler aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Skulpturen, Installationen und Bilder für die aktuelle Ausstellung. Dr. Jo Kley, Bildhauer und Leiter des NordArt-Symposiums: „Wir Künstler wünschen uns nichts mehr, als an einem inspirierenden Ort arbeiten zu können. Das NordArt-Symposium erfüllt diese Wünsche und bietet hervorragende Möglichkeiten, beflügelten Fantasievorstellungen Raum zu geben. Nichts scheint unmöglich mit der exzellenten Unterstützung des ganzen NordArt-Teams und der herzlichen Gastfreundschaft der Familie Ahlmann.“

NordArt 2016

Presseinformation

Schleswig-Holstein wird erneut zum Hotspot internationaler Kunst

Das Kunstwerk Carlshütte freut sich auf die bereits 18. Auflage der NordArt, die zu den größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa gehört und seit 1999 jeweils im Sommer Werke von 250 ausgewählten Künstlern aus aller Welt zeigt. Ihre Bühne sind die gewaltigen Hallenschiffe der historischen Eisengießerei mit ihren 22.000 Quadratmetern Grundfläche und ein 80.000 Quadratmeter großer Skulpturenpark. Für 2016 haben rund 4500 Künstler aus 109 Ländern ihre Bewerbung eingereicht – und damit einen neuen Rekord aufgestellt.


Seit einigen Jahren stellt die NordArt ein Land mit einem eigenen Pavillon in den Fokus. Nach den Länder-Schwerpunkten China, Russland, Baltikum und Mongolei wird in diesem Sommer ein vertiefter Blick Israel gelten. Unter dem Titel „Circle of Life“ zeigt der Israelische Pavillon aktuelle Kunst aus einem Land, das wie kein zweites Einflüsse aus Dutzenden Nationen in seine Kultur integriert hat. Kuratorin ist Carmit Blumensohn.

Als Schwerpunkt-Künstler der NordArt 2016 stellt sich der chinesische Künstler Liu Ruowang vor. Eine geradezu visionäre Kraft beweist er mit seinem raumgreifenden Skulpturengruppen „Wolves Coming“ und „Original Sin“, die einen Kommentar zur aktuellen Weltlage abzugeben scheinen. Ein Wiedersehen gibt es mit NordArt-Preisträger Liu Yonggang (China) und den Publikumspreisträgern Jang Yongsun (Südkorea), Lv Shun (China) und Ochirbold Ayurzana (Mongolei).

Die NordArt wird von Chefkurator Wolfgang Gramm als Gesamtkunstwerk konzipiert, in dem die Kunstwerke nicht nur für sich allein sprechen, sondern im Zusammenspiel mit der imposanten Kulisse der Industriearchitektur eine eigene Atmosphäre entwickeln und die Besucher so auf eine unvergleichliche Weltreise durch die Kunst mitnehmen. Als international etabliertes Forum für kulturelle Bildung und Austausch hat sich die NordArt der Aufgabe verschrieben, das gegenseitige Verstehen durch die Sprache der Kunst zu fördern.

Die Welt miteinander ins Gespräch zu bringen, Erfahrungen weiterzugeben und auszutauschen, ist auch die Grundidee des jährlichen NordArt-Symposiums. Im Vorfeld der NordArt schaffen in der Carlshütte bis zu 20 Künstler aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Skulpturen, Installationen und Bilder für die aktuelle Ausstellung.

Das Kunstwerk Carlshütte ist eine Non-Profit-Kulturinitiative der international tätigen ACO Gruppe und der Städte Büdelsdorf und Rendsburg und ein besonderer Ort für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Theater- und Filmvorführungen. Herzstück ist die NordArt. Seit 2011 sind auch das Schleswig-Holstein Musik Festival und das Festivalorchester im Kunstwerk Carlshütte zuhause – in der eigens zum Proben- und Konzertraum umgebauten ACO Thormannhalle, die Platz für 1.200 Zuhörer bietet. Nach der überaus erfolgreichen SHMF-Premiere mit dem Percussionisten Martin Grubinger wird es auch 2016 Festival-Konzerte inmitten der NordArt geben.

Gastgeber im Kunstwerk Carlshütte ist das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann.

NordArt 2016: 4. Juni bis 9. Oktober 2016
Öffentliche Eröffnung am 4. Juni 17 Uhr
Öffnungszeiten: Di–So 11–19 Uhr
Info: Tel 04331 354 695, info@kunstwerk-carlshuette.de
Vorwerksallee, 24782 Büdelsdorf
www.kunstwerk-carlshuette.de


NordArt 2015

Presseinformation

Auch wenn man die Region zwischen Ostsee und Nordsee meist mit ländlicher Idylle assoziiert, findet genau dort eine der größten Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in Europa statt. Vom 6. Juni bis zum 4. Oktober 2015 wird im Kunstwerk Carlshütte im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf die inzwischen 17. Auflage der spektakulären Schau ausgerichtet. Die NordArt 2015 präsentiert Werke von 250 ausgewählten Künstlern aus 50 Ländern. Der diesjährige Länderfokus liegt auf der Mongolei mit einem eigenen Pavillon.

Die Hallenschiffe der stillgelegten Carlshütte, ehemals Norddeutschlands größtem Eisenwerk, bilden mit 22.000 Quadratmetern eine ebenso riesige wie faszinierende Kulisse für 1.000 Kunstwerke. In dem dazugehörigen 80.000 Quadratmeter großen Skulpturenpark sind über 100 Objekte ausgestellt. Der stetige Zuwachs an Bewerbern, rund 3.000 Künstler aus 99 Ländern haben dieses Jahr ihre Arbeiten eingereicht, ist ein beeindruckendes Indiz für das Renommee der ungewöhnlichen Ausstellung. Unter dem Vorsitz des Chefkurators Wolfgang Gramm wählt die Jury Werke aus den Bereichen Malerei, Installationen, Skulpturen, Fotografie und Multimedia aus. Das Konzept der Initiatoren ist ein Gesamtkunstwerk, das sich im Spannungsfeld der Arbeiten von etablierten Künstlern und Newcomern befindet. Trotz ihrer Verschiedenheit entwickeln sie eine gemeinsame Sprache, die mit dem spröden Charme der Industriearchitektur im Dialog stehet.

Seit einigen Jahren stellt die NordArt ein Land mit eigenem Pavillon in den Fokus. Nach China, den baltischen Staaten und Russland ist es in diesem Jahr die Mongolei. Eine Entscheidung, die sich durch Aktualität auszeichnet, da sich 2015 moderne Kunst aus der Mongolei in Europa vorstellt. Das Debüt erfolgt auf der im Mai beginnenden Biennale in Venedig, und ab dem 6. Juni werden dann, in Kooperation mit der mongolischen Botschaft, in Büdelsdorf die Werke von 34 Künstlern des Landes zu sehen sein. Die Schirmherrschaft hat L. Gantumur, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Mongolei, übernommen. Kuratoren des Mongolischen Pavillons sind O. Oyuntuya und J. Bodibaatar.

Im Vorfeld der NordArt findet seit 2000 das internationale NordArt-Symposium statt. Bis zu 20 Künstler aus verschiedenen Generationen und Ländern werden im Mai etwa vier Wochen lang auf dem Gelände leben und arbeiten, um über Grenzen hinweg gemeinsam Kunst zu schaffen. So entstehen exklusiv für die NordArt großformatige Werke (Skulpturen, Installationen, Malerei).

Nachdem 2014 das Sonderprojekt „China Garden – Confronting Anitya“ mit dem ersten NordArt-Publikumspreis ausgezeichnet wurde, ist 2015 eine neue Auswahl chinesischer Objekte zu sehen. Kurator der „China Garden 2015“ ist Liang Kegang.

Neben dem Publikumspreis wird jährlich ein Künstler mit dem NordArt-Preis ausgezeichnet. Der Preisträger von 2014, die Gruppe AES+F aus Russland, ist wieder mit einer Videoarbeit in der NordArt 2015 vertreten. Der mit 10.000 Euro dotierte NordArt-Preis wird seit 2010 von Hans-Julius und Johanna Ahlmann (ACO Gruppe) gestiftet. Das Unternehmerpaar veranstaltet und finanziert in Form eines Public-Private-Partnership gemeinsam mit den Städten Büdelsdorf und Rendsburg die Ausstellung. Die stetig steigenden Besucherzahlen – 2014 zählte man 70.000 Gäste – sind für die Organisatoren ein gutes Zeichen und Ansporn, das schleswig-holsteinische Büdelsdorf als Hotspot der Gegenwartskunst zu etablieren.

NordArt 2015 widmet ihren Länderfokus der Mongolei
Die Erben des Chinggis Khaan – Zeitgenössische mongolische Kunst

Mit der Mongolei setzt die NordArt ihren vierten Länderfokus nach China, den Baltischen Staaten und Russland. Auch auf der diesjährigen Biennale in Venedig gibt die Mongolei ihr Debüt. In Büdelsdorf (Schleswig-Holstein) wird jedoch aber eine weit größere Zahl von Künstlern – sowohl Newcomer als auch international renommierte – ihre beeindruckenden Arbeiten zeigen. Der Mongolische Pavillon wird von Oyuntuya Oyunjargal und Bodibaatar Jigjidsuren in Zusammenarbeit mit dem Chefkurator der NordArt, Wolfgang Gramm, kuratiert. Die Schirmherrschaft hat Gantumur Luvsannyam, Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft der Mongolei, übernommen. Kooperationspartner ist die Botschaft der Mongolei in Berlin.

Die wechselvolle Geschichte und die kulturelle Tradition aus Naturverbundenheit und der bis heute erhaltenen Nomadenkultur der Mongolen, die vom großen Chinggis Khaan im 13. Jahrhundert geeint wurden und deren religiöse Wurzeln sowohl im Schamanismus als auch im Buddhismus liegen, spiegelt sich auch in den Arbeiten der Künstler wider. Doch auch die Probleme des gesellschaftlichen Umbruchs der noch jungen mongolischen Demokratie bilden einen Bezugspunkt für Rückbesinnung, Zivilisationskritik und Suche nach einem eigenen Standpunkt und einer Identität im globalen Diskurs. Westliche und östliche Traditionen vereinen sich dabei zu überraschend modernen Erzählungen, die mit Fug und Recht als Weltkunst bezeichnet werden können.

So steht Gankhuyag Lkhamsuren (Jahrgang 1961) für formelle und surreale Skulpturen, bei denen Menschen und Tiere harmonisch mit- und nebeneinander koexistieren. Otgonbayar Ershuu, genannt Otgo, (Jahrgang 1981) zeigt in Büdelsdorf ein sechs Meter langes und mehr als zwei Meter hohes, farbenprächtiges und filigranes Gemälde aus Menschen und Tieren. Lkhagvadorj Enkhbat (Jahrgang 1987) widmet sich in seinen Arbeiten den vergessenen, verlorenen, gezeichneten Menschen in der heutigen mongolischen Gesellschaft. Dorjderem Davaa, Bildhauer und Installationskünstler (Jahrgang 1981), sagt über die Kunst: „Der Künstler zeigt die speziellen Momente im Leben, in denen der Mensch nach dem tieferen Sinn von Freiheit fragt.“

Die NordArt 2015 wird am Sonnabend, dem 6. Juni, um 17 Uhr eröffnet. Es spricht der mongolische Botschafter Seine Exzellenz BOLOR Tsolmon. Zur NordArt erscheint ein deutsch-englisch-sprachiger Katalog mit einem Extrateil zum Mongolischen Pavillon.

NordArt 2014

Presseinformation

Gewagte Ideen sind manchmal die besten Ideen. In der Kunst, wie auch im Leben an sich. Sie setzen etwas in Bewegung. Sie fordern uns auf, das Undenkbare zu denken. Und mitunter machen sie das Unmögliche möglich.

Die NordArt hat auch einmal als Idee begonnen. Als Vision, die nach den Sternen greift: die riesigen Hallen der ehemaligen Eisengießerei Carlshütte mitsamt ihrem parkartigen Gelände in ein einziges Gesamtkunstwerk zu verwandeln.

Eine Ausstellung zu schaffen, deren Exponate teils vor Ort erst entstehen. Ein Tummelplatz der visuellen Künste, der gleichzeitig Musik und Literatur in Szene setzt. Ein Ort, an dem man fernab der Hektik des Kunstbetriebs mit Künstlern ins Gespräch kommen oder einfach seinen Träumen nachsinnen kann.

Die Idee von einst hat gezündet. Seit nunmehr 16 Jahren geht die NordArt unbeirrt ihren Weg und zieht immer weitere Kreise in die ganze Welt. Knapp 3000 Künstler aus über 100 Ländern bewarben sich dieses Jahr um die Teilnahme – glückliche 250 dürfen ihre Werke hier zeigen.

Die NordArt scheut weder Kritik noch unbequeme Themen. Ihre Länderschwerpunkte wie China oder aktuell Russland sind nicht pflegeleicht. Aber will das eine Schau zeitgenössischer Kunst denn sein? Die NordArt lädt vielmehr dazu ein, den Blick auf das verbindende Element jenseits der Politik zu richten, die Kunst, und sich ein eigenes Bild zu machen.

Als Public Private Partnership setzen NordArt und ihr Spielort, das Kunstwerk Carlshütte, von jeher auf Kooperationen. Ob mit dem Schleswig Holstein Musik Festival, der folkBALTICA oder dem dänischen Kulturzentrum in Augustiana/Sonderburg: Mit starken Partnern haben sie die nordische Kulturszene über Landesgrenzen hinaus vernetzt.

„Träume oder Visionen wachsen mit den Möglichkeiten“, sagte Ausstellungsmacher Wolfgang Gramm einmal. Möglich machen das Projekt NordArt die richtigen Leute, die sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort gefunden haben.

Das Unternehmerehepaar Hans-Julius und Johanna Ahlmann stellt die Örtlichkeiten zur Verfügung und finanziert den Großteil der Ausstellung; der Maler und Bildhauer Wolfgang Gramm komponiert als Chefkurator jedes Jahr ein neues Gesamtkunstwerk. So verschieden die Charaktere auch scheinen - gemeinsam ist ihnen das Brennen für die Kunst und der Wagemut, unbekanntes Terrain zu betreten.

Grundverschieden sind auch wir, die Besucher. Jeder mit seinem Alltag, seinen Hoffnungen, seinen Träumen. Auch in uns steckt Pioniergeist, wenn wir in diesem Jahr die Carlshütte betreten: Was wird uns erwarten? Welches Kunstwerk wird uns besonders berühren? Und wo wird er überspringen, der Funke, der unsere eigene Idee zündet? Finden wir es heraus. Die Tür steht weit offen.

Madeleine Lobach
Freie Journalistin

NordArt 2013

Es gibt Kunstausstellungen und Kunstausstellungen. Da sind die prestigeträchtigen Schauen der Gegenwartskunst, bei denen Szenegrößen hofiert und vielversprechende Newcomer gehypt werden. Da sind die überlaufenen Messen, bei denen es wie bei einem Wettrennen oft nur darum zu gehen scheint, als Galerie den besten Stellplatz zu ergattern, die Poleposition, um bei der kaufkräftigen Laufkundschaft zu punkten.

Doch da sind auch die nichtkommerziellen Kooperativen. Orte, an denen Kunst nicht nur gezeigt wird, sondern auch entsteht, im Dialog zwischen den Künstlern untereinander und auf Tuchfühlung mit dem Publikum. Orte, an denen man sich - ob Künstler oder Besucher - sofort heimisch fühlt. Orte, an denen man sein darf, wie man ist. Diese Orte sind rar gesät, seltene Perlen in einem Meer kommerzieller Gleichförmigkeit.

Eine solche Perle ist das Kunstwerk Carlshütte, mitten in der schleswig-holsteinischen Provinz. Ausgerechnet hier, am Nord-Ostsee-Kanal zwischen zwei Meeren, wo man Windräder vermutet und buntgescheckte Kühe, norddeutsche Klischees, aber keine internationale Kunst, findet man eben diese in Fülle: Das Kunstwerk Carlshütte mit seinem Flaggschiff, der NordArt, ist alles, nur nicht festgelegt.

Hier darf noch experimentiert werden. Hier trifft visuelle Gegenwartskunst auf klassische Musik, treffen literarische Poetry Slams auf Ballettaufführungen, Bildhauer auf Jazzmusiker. Es ist ein lebendiger Organismus, ein Gesamtkunstwerk, das sich in immer wieder neuen Facetten zeigt. Unprätentiös, und doch außergewöhnlich. Unkonventionell, und doch auf dem Boden geblieben.

Die NordArt ist längst keine kleine Nummer mehr, davon sprechen nicht nur die Zahlen. Nach bescheidenen Anfängen hat sie sich in den letzten 15 Jahren zur größten jährlichen Ausstellung zeitgenössischer Kunst in Europa entwickelt. Das Kunstwerk Carlshütte ist nicht zuletzt dank der engen Zusammenarbeit mit dem Schleswig-Holstein Musik Festival, mit dem die NordArt seit vergangenem Jahr den Länderschwerpunkt teilt, als feste Größe in der nordeuropäischen Kulturszene verankert. Trotzdem ist es ihm gelungen, sich den Charme und die Spontaneität eines Atelierbesuchs oder einer Jamsession zu bewahren.

Wer die beiden Gründer der Kulturinitiative kennenlernt, versteht, warum das so ist: Wolfgang Gramm, Maler, Bildhauer, Ausstellungsmacher, und Hans-Julius Ahlmann, Unternehmer, Kunstfreund, Musikliebhaber. Beide herzlich, umtriebig, jungenhaft. Beides gestandene Männer, denen die Höhenflüge und Tiefschläge des Lebens hinreichend bekannt sind, um ihnen gelassen entgegenzutreten. Pioniere beide, Enthusiasten, Visionäre.

Die gegenseitige Wertschätzung ist hoch. „Ohne Wolfgang Gramm hätte es die Vision der NordArt nie gegeben“, so Hans-Julius Ahlmann. Wolfgang Gramm ergänzt: „Aus der Symbiose zwischen Unternehmer und Künstler ist die NordArt entstanden“, und bekräftigt, dass ohne die Freundschaft zu Familie Ahlmann, ohne das Sponsoring der ACO-Gruppe ein Projekt in dieser Größenordnung einfach nicht denkbar wäre.

Und ohne den Einsatz und die Hingabe der zahlreichen mitwirkenden Künstler, insbesondere der estnischen Künstlerin Inga Aru, die als treibende Kraft und auch Co-Kuratorin den Baltischen Pavillon des diesjährigen Länderschwerpunktes mit auf den Weg gebracht hat, wäre das Kunstwerk Carlshütte nicht das, was es ist: ein ganz besonderer Ort, der willkommen heißt, der das Herz erwärmt und den Geist inspiriert.

Vieles ist bereits getan. Was jetzt zu tun bleibt: Schuhe an, Hut auf, vor die Türe. Das Unentdeckte entdecken, das Undenkbare denken - in einem weiteren unvergesslichen Sommer der internationalen Kunst in Schleswig-Holstein.

von Madeleine Lobach (freischaffende Journalistin)

NordArt 2012

Ringsum nichts als Weite. Auf der Fahrt von Hamburg nach Norden wird mit jedem Kilometer die Landschaft leerer, der Himmel höher. Windräder, Kühe, Schafe immer wiederkehrende Motive. Beinahe surreal gleiten die bunten Frachter auf dem Nord-Ostsee-Kanal durch das Land, von Meer zu Meer. Am Horizont die stählerne Schleife der Rendsburger Hochbrücke, zart wie ein Pinselstrich. Ausfahrt Büdelsdorf. Ein Kreisel mit der Skulptur eines Hünengrabes im Zentrum. Hünengräber sind nichts Besonderes in dieser Gegend. Kunstwerke schon.

Inmitten der ländlichen Unaufgeregtheit erheben sich plötzlich die mächtigen Hallenschiffe der Carlshütte, Zeugen der Schwerindustrie, die hier einst beheimatet war. Ziel erreicht, meldet das Navi. Sobald man das Gelände des Hauptsponsors ACO betritt, auf dem Jahr für Jahr die NordArt entsteht, taucht man ein in eine Welt, in der Kunst von Welt allgegenwärtig ist. Man weiß gar nicht, wohin zuerst die Augen wenden, die Schritte lenken, ob im Streifzug durch die Ausstellung in den alten Werkshallen, oder auf Safari durch den Skulpturenpark. Es ist eine andere Art von Weite, die einen hier umgibt: mit dem Kunstwerk Carlshütte und der NordArt entfaltet sich ein Gesamtkunstwerk, dessen Dimensionen kaum fassbar sind.

Kunst und Provinz – ein Konzept, das aufgeht. Kassel, Marfa, Büdelsdorf: Hinter jedem Ortsnamen steht die Vision eines Künstlers, der zeitgenössischen Kunst eine Plattform zu schaffen, anspruchsvoll, unangepasst, richtungweisend. Und wo sollte ein so kühnes Vorhaben besser gelingen als inmitten einer Kulturbrache, wie sie die Provinz im Allgemeinen ist? documenta, Chinati Foundation und NordArt beweisen jede auf ihre Art, dass Kunst nicht metropolitan verortet sein muss, um internationales Format zu zeigen.

Arnold Bode, Donald Judd und Wolfgang Gramm fanden jeder seinen eigenen Weg, um ihre Vision zu verwirklichen. Der Weg von Wolfgang Gramm führt entlang der Public Private Partnership mit der ACO-Gruppe und ihrem Geschäftsführer Hans-Julius Ahlmann, sowie den Städten Büdelsdorf und Rendsburg, um das Projekt NordArt umsetzen zu können.

Die NordArt ist jung. Den Kinderschuhen entwachsen, mitten in der Pubertät. Ihre Entwicklung ist rasant: waren zu Beginn 1999 noch 50 Künstler aus 6 Ländern präsent, sind es 2012 auf der 14. NordArt 245 Künstler aus 50 Ländern, darunter Georgien, Syrien, China, Neuseeland, Mexico, Südafrika. Das Publikum hält Schritt, mit einem Besucherrekord von 45’000 im Jahr 2011.

Die NordArt ist lebendig. Sie versteht sich nicht als Museum, sondern als Refugium für Künstler aus aller Welt, die im „globalen Dorf“ Büdelsdorf in den Dialog miteinander und mit dem Publikum treten. Jahr für Jahr definiert sich die Ausstellung neu, setzt andere Schwerpunkte. Wie 2000, als das erste Bildhauersymposium der NordArt vorausging, ergänzt ab 2008 von einem Malersymposium. 2011 kamen Konzerte und öffentliche Proben im Rahmen des parallel stattfindenden Schleswig-Holstein Musikfestivals hinzu.

2012 steht der China-Pavillon im Mittelpunkt der NordArt, womit sie bereits zum zweiten Mal den Förderpreis „365 Orte im Land der Ideen“ gewinnen konnte, diesmal für ihren Beitrag zum Chinesischen Kulturjahr in Deutschland. Dabei ist der Blick auf China für die NordArt nichts Neues. In guter Tradition sind Künstler jeder Couleur aus dem Reich der Mitte dort jedes Jahr gerne gesehen und zahlreich vertreten.

„Kunst ist unregierbar, Kunst ist frei“, sagt Kurator Wolfgang Gramm. Die NordArt will frei von politischer oder inhaltlicher Gesinnung „die Welt miteinander ins Gespräch bringen“. Das ist ihr gelungen. In Zukunft wird die NordArt noch mehr von sich reden machen. Um dabeigewesen zu sein, so lange sie noch so etwas wie ein Geheimtipp ist: Hinfahren. Und Mitreden.

von Madeleine Lobach (freischaffende Journalistin)